«Der fehlende Zugang zu Landesteilen unter Kontrolle der Regierung in Tripolis ist für mich Anlass grosser Beunruhigung», sagte Kellenberger. «Die Möglichkeit, dass bewaffnete Auseinandersetzung in echten Bürgerkrieg ausmündet, besteht.»

Das IKRK berücksichtigt diese besorgniserregende Entwicklung in seiner Einsatzplanung, so Kellenberger: «Die Intensivierung der Kämpfe dürfte eine Zunahme von Flüchtlingen und von im Landesinneren Vertriebenen zur Folge haben.» Bereits vor einer Woche haben IKRK-Delegierte im Osten Libyens ihre Tätigkeit aufgenommen. Das IKRK hat einen Spendenappell lanciert. Für Nothilfe wie Nahrungsmittel, Wasser, medizinisches Material und Hygieneartikel werden 24 Millionen Franken benötigt.