Erdbeben

Leichenberge überfordern japanische Krematorien

Eine Japanerin trauert um eine Angehörige

Eine Japanerin trauert um eine Angehörige

Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein riesiges Problem mit den vielen Toten. Die Krematorien sind schlicht überfordert.

In den betroffenen Präfekturen werde nun sogar überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist. Die Regel sind Feuerbestattungen. Beerdigungen ohne vorherige Einäscherung machten nur 0,04 Prozent aus, hiess es.

Auch die provisorisch errichteten Leichenhallen reichten bei weitem nicht aus, schreibt das Blatt weiter. Ausserdem mangle es an Eis zur Kühlung der Toten und auch Leichensäcke fehlen viel zu oft.

In einigen Gemeinden reihen sich die Toten in Sporthallen aneinander. Etliche sind nur mit Decken umhüllt. Früher oder später drohten erhebliche Hygieneprobleme, zitiert die Zeitung die Behörden.

Mit Stand vom Samstag sind bisher 7197 Tote offiziell registriert worden. Knapp 11'000 Menschen werden noch vermisst. Damit hat die Katastrophe mehr Menschen das Leben gekostet als das verheerende Erdbeben, das am 17. Januar 1995 die japanische Hafenstadt Kobe verwüstete. Damals starben etwas mehr als 6400 Menschen (sda)

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