Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland vorgeworfen, im Kriegsgebiet der Ostukraine mobile Krematorien einzusetzen. Damit sollen nach seinen Worten Leichen beseitigt werden. Die russische Delegation hatte schon zu Beginn der Rede am Dienstag vor der UNO-Vollversammlung den Saal verlassen und nur einen nachrangigen Diplomaten zurückgelassen.

"Um die Weltöffentlichkeit irrezuführen, hat die russische Führung befohlen, Abzeichen und Erkennungsmarken ihrer Soldaten zu entfernen und gefangene Soldaten zurückzulassen", sagte Poroschenko in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung in New York. "Und besonders zynisch ist, dass sie mobile Krematorien verwenden, um die Spuren ihrer Verbrechen auf ukrainischem Boden zu beseitigen."

Poroschenko warf Moskau vor, "mit dem Angriff auf mein Land aggressiv internationales Recht verletzt und die Welt schockiert" zu haben. "

Obwohl diese UNO-Vollversammlung die Aggression verurteilte, hat Russland die Angriffe sogar noch verstärkt." 8000 Ukrainer, 6000 von ihnen Zivilisten, seien getötet worden. "Lassen Sie mich klarmachen: Das ist kein Bürgerkrieg und kein interner Konflikt. Das ist eine Aggression", sagte Poroschenko.

"An unserer Grenze stehen so viele russische Soldaten, dass sie die Armeen der meisten UNO-Staaten in den Schatten stellen würden. Und der Grund ist die Gier Moskaus, zu imperialen Zeiten zurückzukehren", sagte Poroschenko.

Russland habe vor der UNO vom Kampf gegen Terroristen gesprochen. "Coole Story, aber schwer zu glauben, wenn man selbst Terroristen für seine Ziele einsetzt und Krieg zum Mittel der Diplomatie macht", sagte der ukrainische Präsident weiter.