Orozco war von einer bewaffneten Gruppe verschleppt worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Er kandidierte für die Regierungspartei PRI in Guadalupe y Calvo. Die Region wird vom Sinaloa-Kartell kontrolliert.

Nach der Festnahme eines örtlichen Führers der Bande waren interne Kämpfe um die Nachfolge ausgebrochen. Am 7. Juli finden in 14 der 32 mexikanischen Bundesstaaten Regionalwahlen statt.

"Wir beklagen den Tod von Jaime Orozco Madrigal", teilte die PRI über Twitter mit. "Der Mord an ihm ist ein Anschlag auf den mexikanischen Staat."

Wegen Drohungen von kriminellen Organisationen haben die linksgerichtete Partei PRD und die konservative PAN Medienberichten zufolge bereits einige Kandidaten zurückgezogen. Seine Partei werde in sieben Ortschaften im Bundesstaat Durango und einer Gemeinde im Bundesstaat Veracruz nicht antreten, sagte der PRD-Vorsitzende Jesús Zambrano.

In den Ortschaften Maguarichi und Gómez Farías seien seine Bewerber mit dem Tod bedroht worden, sagte der Vorsitzende der PAN in Chihuahua, Mario Vázquez. Die Partei habe die Kandidaten daraufhin zurückgezogen.