Biden & Pelosi

«Legen Sie sich nicht mit mir an! – Lassen Sie uns Liegestütze machen!» Hitzige Wortgefechte in den USA

«Legen Sie sich nicht mit mir an! – Lassen Sie uns Liegestütze machen!»

Nancy Pelosi antwortete prompt auf die Frage, ob sie Donald Trump «hasse». Und auch Joe Biden stieg sofort gegen einen Kritiker in den Ring.

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, hat das von ihrer Partei angestrebte Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump verteidigt. Andernfalls würde auch jedem zukünftigen US-Präsidenten signalisiert, «dass unsere Demokratie tot ist».

Dies sagte Pelosi am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Veranstaltung des Senders CNN, während der die Top-Demokratin von Wählern befragt wurde. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen: «Der Präsident ist König; er kann tun, was er will.»

Pelosi liess keinen Zweifel daran, dass ein Impeachment-Verfahren aus ihrer Sicht rechtens wäre: «Die Fakten sind klar. Die Verfassung ist klar. Der Präsident hat gegen die Verfassung verstossen.»

«Wir hassen niemanden auf der Welt»

«Hassen Sie den Präsidenten?», wurde Pelosi von einem Journalisten gefragt. Ihre Antwort kam prompt und messerscharf: «Ich hasse niemanden. Als Katholikin lehne ich das Wort Hass ab. Wir hassen niemanden auf der Welt. Legen Sie sich nicht mit mir an.» 

Die Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter Druck gesetzt zu haben, um Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden von den Demokraten zu erreichen – und so die US-Präsidentenwahl im kommenden Jahr zu beeinflussen. Sie werfen Trump vor, unter anderem US-Militärhilfe für Kiew als Druckmittel eingesetzt zu haben.

Der zentrale Anklagepunkt dürfte Amtsmissbrauch lauten. Weitere Punkte könnten hinzukommen – etwa Bestechung oder die Behinderung der Ermittlungen und der Arbeit des Kongresses. Demokraten wie auch Verfassungsrechtler haben diese möglichen Punkte zuletzt genannt.

«Sie sind ein verdammter Lügner!»

Joe Biden seinerseits hatte es ebenfalls mit einem aufmüpfigen Mann im Publikum zu tun. «Sie sagen, ich hätte gesagt, dass ich meinen Sohn in die Ukraine geschickt habe, um für eine Ölfirma zu arbeiten? Sie sind ein verdammter Lügner!»

Passiert ist der Ausraster laut SRF an einer Wahlkampfveranstaltung in Newhampton im US-Bundesstaat Iowa. Der Mann im Publikum unterstellte Biden, er habe seinem Sohn geholfen, eine lukrative Stelle beim ukrainischen Ölkonzern Burisma zu ergattern. 

Und er soll ihn später auch noch gefragt haben, ob er mit seinen 77 Jahren überhaupt noch fit genug sei für das Amt des US-Präsidenten. Bidens Gegenangriff: «Sie wollen meine Fitness testen? Dann lassen Sie uns Liegestütze machen!» (SDA/SRF/smo)

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