Terrorismus - Niederlande

Lebenslange Haft für Todesschützen in Strassenbahn von Utrecht

In diesem Tram in der niederländischen Stadt Utrecht wurden im März 2019 vier Menschen getötet. (Archivbild)

In diesem Tram in der niederländischen Stadt Utrecht wurden im März 2019 vier Menschen getötet. (Archivbild)

Wegen eines Terroranschlags in einer Strassenbahn in den Niederlanden ist ein 38-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er habe im März vergangenen Jahres in der niederländischen Stadt aus terroristischen Motiven vier Menschen «kaltblütig» ermordet.

Damit entsprach das Gericht in Utrecht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Frühestens nach 25 Jahren kann eine Überprüfung des Urteils beantragt werden.

Der Angeklagte, der bei der Verkündung nicht im Saal war, hatte die Tat gestanden. Der türkischstämmige Mann habe "Entsetzen und Angst" schüren wollen, so der Vorsitzende Richter. Er habe die Tat auch nicht bereut. "Er stand und steht noch voll dahinter." In einem Bekennerschreiben hatte er erklärt: "Ich tue dies für meinen Glauben. Ihr macht Muslime tot und wollt uns unseren Glauben wegnehmen. Aber das wird nicht gelingen." Nach einem psychiatrischen Gutachten leidet er an einer Persönlichkeitsstörung.

Der vorbestrafte Mann hatte am Morgen des 18. März 2019 in einer Strassenbahn das Feuer auf die Passagiere eröffnet. Nach Kamerabildern und Zeugenaussagen schoss er gezielt - auch noch ausserhalb der Bahn, auf Menschen, die am Boden lagen. Er floh, konnte aber später gefasst werden. Durch den Anschlag war das öffentliche Leben in Utrecht für Stunden lahm gelegt.

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