In der Begründung des Urteils sagte der Richter Peter Openshaw, die Umstände der Morde seien so "bösartig und ungeheuerlich", dass es keine Zweifel gebe, dass der 40-jährige Stephen Griffiths lebenslang in Haft bleiben müsse. Ein psychologisches Gutachten habe keinen Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit gelassen.

Zuvor hatte Griffiths, der sich selbst als "Kannibale mit der Armbrust" bezeichnet, gestanden, einer 36-jährigen Prostituierten mit einer Armbrust in den Kopf geschossen zu haben, als sie zu fliehen versuchte.

Er bekannte sich auch schuldig für den Mord an zwei weiteren Frauen im Alter von 31 und 43 Jahren. Die drei Frauen waren im nordenglischen Bradford, wo Griffiths bis zu seiner Festnahme Ende Mai am Rande des Rotlichtviertels wohnte, vermisst gemeldet worden.

Des weiteren gab Griffiths an, Körperteile seiner ersten beiden Opfer gekocht und gegessen zu haben. Das dritte Opfer habe er ungekocht verspeist. Dies sei "Teil der Magie", sagte Griffiths der Polizei.

Als erschwerenden Umstand nannte Openshaw bei der Urteilsverkündung, dass Griffiths nie das geringste Zeichen von Reue gezeigt habe. Da Griffiths zuvor in einem Interview von sechs Opfern gesprochen hatte, untersucht die Polizei, ob er auch für drei weitere ungeklärte Morde verantwortlich ist.

Zeitungen bezeichnen Griffiths als "neuen Ripper", in Anlehnung an den Londoner Prostituiertenmörder "Jack the Ripper" und den "Yorkshire Ripper" Peter Sutcliffe, der in den 70er und frühen 80er Jahren 13 Frauen tötete.

Laut Medienberichten verfolgte Griffiths an der Universität von Bradford ein Promotionsstudium in Kriminologie, mit Spezialisierung auf berühmte Verbrecher des 19. Jahrhunderts - darunter auch "Jack the Ripper".