US-Wahlen

Le Pen, Wilders – oder Trump: Was sind Populisten?

Donald Trump mobilisierte bildungsferne, unpolitische Amerikaner.

Donald Trump mobilisierte bildungsferne, unpolitische Amerikaner.

Sie geben simple Antworten auf schwierige Fragen und sind in vielen Ländern auf dem Vormarsch: Populisten. Doch was versteht man darunter genau?

Donald Trump gilt als Populist. Nun hat er die Wahl gegen Hillary Clinton gewonnen und wird der 45. Präsident der USA. Doch was genau bedeutet der Begriff Populismus? 

Intellektuelle wie der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa zum Beispiel halten Populismus, etwa in Gestalt von Politikern wie Donald Trump, für eine der grössten Bedrohungen heutiger Demokratien. 

Laut Duden ist Populismus eine "von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (...) zu gewinnen".

Marine Le Pen, EU-Abgeordnete und Chefin der rechtsextremen Front National (FN).

Marine Le Pen, EU-Abgeordnete und Chefin der rechtsextremen Front National (FN).

Populisten mobilisieren vor allem bildungsferne, unpolitische Teile der Bevölkerung, indem sie etwa der angeblich korrupten Elite die moralische Überlegenheit des breiten Volkes entgegenhalten. Umstritten ist, ob Populismus an sich die Demokratie gefährdet oder eher Gradmesser für vernachlässigte Probleme in der Bevölkerung ist.

Während in Lateinamerika Linkspopulisten an Zulauf gewinnen, sind in vielen europäischen Ländern Rechtspopulisten in die Parlamente eingezogen. In Frankreich zum Beispiel sieht sich die Front National mit Marine Le Pen im Aufwind, in den Niederlanden sagen Umfragen dem Rechtspopulisten Geert Wilders grosse Gewinne vorher und in Deutschland rechnet die AfD damit, 2017 auch in den Bundestag einzuziehen. (sda/nch)

Geert Wilders an Donald Trumps Nominierungsparteitag: Wie der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner zählt auch der niederländische Rechtspopulist auf eine islamfeindliche Wahlplattform. (Archivbild)

Geert Wilders an Donald Trumps Nominierungsparteitag: Wie der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner zählt auch der niederländische Rechtspopulist auf eine islamfeindliche Wahlplattform. (Archivbild)

Erst kürzlich widmete sich das deutsche TV-Magazin "Panorama" dem Thema – mit einigen aktuellen Beispielen: 

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