Es sei wichtig, dass die ukrainische Führung ihre angekündigten Friedensschritte erfülle. "Die Feuerpause wird leider nicht vollständig beachtet. Es wird wieder geschossen", sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (APEC) in Peking.

Es gebe unterschiedliche Ansichten über die Lage in der Ukraine, sagte Kerry vor Journalisten in Peking. "Wir haben uns auf den Austausch von Informationen geeinigt." Weitere Sanktionen gegen Russland seien jedoch weiterhin möglich. "Russlands Entscheidungen werden bestimmen, ob es Sanktionen gibt", sagte Kerry.

Russland hatte den USA immer wieder vorgeworfen, die Ukraine zu einer militärischen Lösung des Konflikts im Osten des Landes zu drängen. Es sei vor allem nötig, so rasch wie möglich im Unruhegebiet Donbass die Vereinbarung über eine Trennlinie zwischen den Konfliktseiten zu erfüllen, sagte Lawrow. Diese Trennlinie solle helfen, die Waffenruhe besser zu überwachen.

Von der Demarkationslinie aus sollen dann nach einer früheren Einigung jeweils 15 Kilometer in beide Richtungen entmilitarisiert werden. Dadurch entstünde eine 30 Kilometer breite Pufferzone. Auf diese Fläche hatten sich die Vertreter der Ukraine und der prorussischen Separatisten bereits im September bei einem Treffen in der weissrussischen Hauptstadt Minsk geeinigt.