Nach der Notlandung auf dem Flughafen Arlandia stürmten Antiterrorspezialisten der schwedischen Polizei das Flugzeug und holten alle 255 Flugreisenden und die 18 Besatzungsmitglieder von Bord. Flugzeug und Passagiere wurden durchsucht und ein etwa 30-jähriger Kanadier pakistanischer Abstammung als mutmasslicher Attentäter verhaftet.

Nach stundenlangen Verhören setzte die Staatsanwaltschaft den Mann wieder auf freien Fuss. Die Verdachtsmomente gegen ihn seien nicht solide genug, um ihn in Haft zu lassen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Samstagabend. Er könne Schweden verlassen.

Schlechter Scherz?

Die Boeing war bereits auf dem Weg von Toronto nach Karachi in Pakistan gewesen, als eine Frau bei der kanadischen Polizei anrief und behauptete, ein Mann an Bord der Maschine habe Sprengstoff dabei.

Die kanadische Polizei habe darauf den Piloten informiert, erklärte die schwedische Polizei. Da sich das Flugzeug zu diesem Zeitpunkt im schwedischem Luftraum befand, wurde es nach Stockholm umgeleitet. Inzwischen ermitteln die kanadischen Behörden, ob der Anruf der unbekannten Frau ein schlechter Scherz gewesen ist.

Die Passagiere konnten ihre Reise nach einer etwa achtstündigen Unterbrechung fortsetzen - allerdings mit einem Umweg über Manchester und später mit einem anderen Flugzeug und einer anderen Crew.