Ägypten

Kuoni-Sprecher: «Wir bieten generell keine Ausflüge mehr an»

Die Lage in Ägypten bleibt angespannt. Trotzdem fliegen am Wochenende 139 Kuoni-Kunden ans Rote Meer. Die Reise annulliert hat bis Freitagmorgen niemand. Trotzdem gibt es Vorsichtsmassnahmen.

Bei Kuoni beobachtet man die aktuelle Entwicklung am Roten Meer aufmerksam. Rund 450 Kuoni-Kunden verteilen sich zurzeit über die ägyptische Ferienregion, 139 werden dieses Wochenende trotz der unsicheren Lage nach Ägypten fliegen. Dies lässt der grösste Schweizer Reiseveranstalter am Freitagmorgen verlauten.

«Nach wie vor wird die Lage am Roten Meer als sicher eingeschätzt. Wir sind in ständigem Kontakt mit den Veranstaltern vor Ort», sagt Julian Chan, Mediensprecher bei Kuoni. Auch vonseiten des Aussendepartements (EDA) in Bern habe sich an dieser Beurteilung nichts geändert. Bei Kuoni ist man vorbereitet, die Kunden zurückzuholen, falls das EDA seine Einschätzung verschärfen sollte.

Die Warnung des EDA beschränkt sich vor allem auf Kairo und die grösseren Städte. Sie stammt noch vom Juli und ist im Verlauf der Zeit auf Oberägypten und auf Nil-Kreuzfahrten ausgeweitet worden. Anders reagieren die USA auf die gewaltsamen Unruhen am Nil: Sie haben am Donnerstag ihre Staatsangehörigen zum Verlassen Ägyptens aufgefordert.

Kunden bleiben im Hotel

Der Empfehlung des EDA folgend verzichtet Kuoni auf sein Ausflugsangebot in der Ferienregion. Auch Nil-Kreuzfahrten sind gestrichen. Im Klartext: «Momentan bieten wir generell keine Ausflüge mehr an, das heisst, unsere Kunden bleiben in der Hotelanlage.»

Für heute Freitag hat die Muslimbruderschaft weitere Demonstrationen angekündigt. Dies obwohl die Übergangsregierung den Sicherheitskräften die Verwendung scharfer Munition gegen Demonstranten erlaubt hat. Auch in der Nacht auf Freitag ist es zu weiteren gewaltsamen Zwischenfällen gekommen.

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