Sie schwor dabei, ihre Kraft dem deutschen Volke zu widmen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden. Die CDU-Vorsitzende beendete den Eid mit dem freiwilligen Zusatz "so wahr mit Gott helfe".

Kramp-Karrenbauer hatte in der vergangenen Woche ihre Ernennungsurkunde erhalten und anschliessend ihr Amt angetreten. Sie löste Ursula von der Leyen (ebenfalls CDU) ab, die zuvor vom Europaparlament zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden war.

Die 56-jährige frühere saarländische Ministerpräsidentin wird in den Medien als mögliche Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Angela Merkel gehandelt. Sie war Anfang 2018 überraschend zur CDU-Generalsekretärin ernannt und Ende des Jahres zur Parteichefin gewählt worden. Merkel hatte auf eine erneute Kandidatur beim CDU-Parteitag im Dezember verzichtet und erklärt, dass sie nur noch bis zur nächsten Bundestagswahl (regulär 2021) Kanzlerin bleiben will.

Vor der neuen Ministerin liegen grosse Herausforderungen: Die Bundeswehr unternimmt gefährliche Auslandseinsätze, der Einsatz von Lobbyisten der Rüstungsindustrie und externen Beratern brachte dem Ministerium zuletzt Negativschlagzeilen. Die USA kritisieren, dass Deutschland zu wenig für die Rüstung ausgibt. Nun könnte eine Mission am Persischen Golf die erste Bewährungsprobe für Kramp-Karrenbauer werden.