Kosovo

Kosovo-Polizei nimmt in Mitrovica 13 Serben fest

Ein Polizist in Mitrovica (Archiv)

Ein Polizist in Mitrovica (Archiv)

Die angespannte Situation in Nordkosovo zwischen Albanern und Serben ist durch die Festnahme von 13 Serben durch die örtliche albanische Polizei in Mitrovica zusätzlich angeheizt worden. Die serbische Regierung in Belgrad sprach am Donnerstag von einer «Provokation» der Regierung in Pristina.

Gegen die 13 serbischen Lastwagen-Fahrer war am späten Mittwochabend eine 48-stündige Untersuchungshaft verhängt worden, weil sie "illegal" aus Serbien ins Kosovo eingereist seien.

Die Belgrader Regierung verlangte von der EU-Rechtsstaatsmission (EULEX), den Fall an sich zu ziehen. EULEX lehnte das mit dem Hinweis ab, für diesen Fall seien die lokalen Polizeibehörden zuständig.

Am Donnerstag blockierten die Serben mit mehr als einem Dutzend Strassensperren weiter den Verkehr in Nordkosovo. Sie wollen damit den Abzug von albanischen Zöllnern und Grenzpolizisten von zwei umstrittenen Grenzübergängen nach Serbien erzwingen.

Seit einer Woche verrichten die Beamten der Zentralregierung in Pristina an den Grenzposten Jarinje und Brnjak gemeinsam mit EULEX-Experten ihren Dienst. Weil aber alle Zufahrten durch serbische Strassensperren blockiert sind, sind beide Grenzübergänge verwaist.

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