Armenien

Konflikt in Berg-Karabach: Stoltenberg appelliert an Türkei

ARCHIV - Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

ARCHIV - Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Türkei dazu aufgerufen, für Deeskalation in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus zu sorgen.

"Ich erwarte, dass die Türkei ihren erheblichen Einfluss nutzt, um Spannungen abzubauen", sagte Jens Stoltenberg am Montag in Ankara bei einem Treffen mit dem türkischen Aussenminister Mevlüt Cavusoglu. "Wir sind zutiefst besorgt über die Eskalation der Feindseligkeiten. Alle Seiten sollten sofort aufhören zu kämpfen und einen Weg zu einer friedlichen Lösung finden."

Der seit Jahrzehnten dauernde Konflikt zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken war vor rund einer Woche wieder aufgeflammt. Es handelt sich um die schwerste Eskalation seit Jahren. Armenien und Aserbaidschan geben sich gegenseitig die Schuld dafür. Die Türkei steht auf der Seite Aserbaidschans. Armenien sieht Russland als Schutzmacht.

Aussenminister Cavusoglu warf Armenien in seiner Rede Kriegsverbrechen vor. Armenien wiederum beschuldigt die Türkei, direkt an den Gefechten beteiligt zu sein. Die Türkei hatte zwar immer wieder ihre Unterstützung Aserbaidschans betont, aber nicht bestätigt, an den Gefechten direkt beteiligt zu sein.

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