Kolumbien

Kolumbien verspricht besseren Schutz für bedrohte Ex-Farc-Kämpfer

Ein Demonstrant schwenkt während eines «Marsches für das Leben und den Frieden» von Ex-Kämpfern der Farc-Guerilla die Fahne von Kolumbien. Foto: Camila Diaz/colprensa/dpa

Ein Demonstrant schwenkt während eines «Marsches für das Leben und den Frieden» von Ex-Kämpfern der Farc-Guerilla die Fahne von Kolumbien. Foto: Camila Diaz/colprensa/dpa

Die kolumbianische Regierung hat sich bereit erklärt, die Sicherheit für ehemalige Kämpfer der Farc-Guerilla zu erhöhen und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu beschleunigen.

Dies sagte Rubén Cano, ein Sprecher der Ex-Guerilleros, nach einem Treffen mit Kolumbiens Präsidenten Iván Duque am Freitag (Ortszeit). Das Treffen sei "erfolgreich" gewesen. Es seien auch Treffen mit dem Innenministerium und anderen Behörden geplant, um die Sicherheit zu verbessern. Hunderte Ex-Farc-Kämpfer waren jüngst auf einem "Marsch für das Leben und den Frieden" in die Hauptstadt Bogotá gekommen. Sie forderten einen besseren Schutz und ein Gespräch mit Präsident Duque.

Auslöser für den Marsch war die Ermordung des als "Albeiro Suárez" bekannten Juan de Jesús Monroy, der die Wiedereingliederung im zentralen Department Meta angeführt hatte. Mehr als 235 Ex-Guerilleros wurden nach einem Bericht der Zeitung "El Espectador" seit dem Friedensabkommen 2016 getötet. Das Abkommen hatte einen jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs beendet.

Während des Bürgerkriegs in Kolumbien kamen mehr als 200 000 Menschen ums Leben, Millionen wurden innerhalb des südamerikanischen Land vertrieben. Die Farc als grösste Rebellenorganisation legte ihre Waffen inzwischen nieder. Die Farc wollte als politische Partei für ihre Ziele eintreten. Die Sicherheitslage hat sich seitdem verbessert. Aber mehr als 2000 Farc-Dissidenten kämpfen immer noch gegen die Regierung und um Anteile am Drogenhandel. Auch die kleinere Guerillagruppe ELN ist weiter aktiv.

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