Kolumbien

Kolumbien: Schweizerin entführt - 27 Jahre Gefängnis

Die Schweizerin Manuela F. nach der Befreiung durch Sondereinheiten der Kolumbianischen Armee. Quelle: El Periódico

Die Schweizerin Manuela F. nach der Befreiung durch Sondereinheiten der Kolumbianischen Armee. Quelle: El Periódico

Eine kriminelle Bande entführte in Kolumbien die Schweizerin Manuela F. Die Kidnapper wollten 350'000 Dollar Lösegeld. Der Coup lief schief. Nun muss einer der Täter für 27 Jahre ins Gefängnis.

Die 32-jährige Schweizerin Manuela F. wohnt an der Nordküste Kolumbiens in einer Finca. Nur einen Monat nach ihrer Ankunft in Kolumbien ist es passiert: Sie wurde diesen Januar von drei bewaffneten Männern im Dorf Dibulla im Departement La Guajira überfallen und entführt.

Sofort nach der Geiselnahme schaltete sich die Anti-Kidnapping-Sondereinheit «Grupos de Acción Unificada por la Libertad Personal» (GAULA) der Kolumbianischen Armee ein. Die GAULA-Agenten konnten die Schweizerin nach einigen Wochen befreien.

Manuela F. will in Kolumbien bleiben

Nach einem Feuergefecht wurde eine Person verhaftet. Die zwei anderen Entführer konnten flüchten. Der verhaftete Kolumbianer José Francisco Picón Lozano wurde jetzt bestraft: Er muss eine Busse von umgerechnet 77'000 Dollar zahlen und wurde zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Manuela F. sagte gegenüber kolumbianischen Medien, dass sie weiterhin im südamerikanischen Land bleiben will.

Entführungen sind in Kolumbien nach wie vor ein grosses Problem, obwohl die Kidnappings seit 2006 deutlich abnehmen.

Meistgesehen

Artboard 1