Kolumbien

Kolumbianische Armee legt FARC-Radiosender still

Seit den 80-er Jahren bekämpfen sich die FARC-Rebellen und die Armee in Kolumbien. Dabei kommen auch Anti-Sprengstoff-Hunde zum Einsatz (Archiv)

Seit den 80-er Jahren bekämpfen sich die FARC-Rebellen und die Armee in Kolumbien. Dabei kommen auch Anti-Sprengstoff-Hunde zum Einsatz (Archiv)

Die kolumbianische Armee hat nach eigenen Angaben einen illegalen Radiosender der Guerillagruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) stillgelegt. Der Sender sei in einem ländlichen Gebiet im der Provinz Meta im Osten des Landes aufgespürt worden, teilte die Armee am Samstag (Ortszeit) mit.

Die Sendeanlage sei mit 60 Sprengsätzen gesichert gewesen. Angaben über mögliche Zusammenstösse mit FARC-Rebellen wurden nicht gemacht.

Der Radiosender "Stimme des Widerstandes" war laut Armeeangaben bereits im April 2010 stillgelegt worden, nachdem er 15 Jahre gesendet hatte. Die Rebellen hätten den Sender aber in den vergangenen Monaten wieder aufgebaut. Er diente demnach der "politischen Indoktrination der Mitglieder der FARC und dazu, heftig Kritik an den Institutionen des Staates zu verbreiten".

Die FARC gilt als bedeutendste Rebellenorganisation Kolumbiens. Ihr gehören nach offiziellen Angaben rund 8000 Kämpfer an, die vor allem in den Grenzgebieten zu Venezuela und Ecuador aktiv sind. Seit den 1980er Jahren versucht die FARC durch Entführungen von Beamten und Politikern, Druck auf die Regierung auszuüben.

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