Er versprach, sich für die "Einheit des Landes" einzusetzen. Es war der erste friedliche Machtwechsel an der Staatsspitze der ehemaligen Sowjetrepublik seit der Unabhängigkeit 1991.

Scheenbekow tritt die Nachfolge von Almasbek Atambajew an, der laut Verfassung nach sechs Jahren Amtszeit nicht mehr antreten durfte. Die Vorgänger Atambajews waren durch Volksaufstände gestürzt worden.

Die Präsidentschaftswahl im Oktober hatte Scheenbekow gleich im ersten Durchgang mit fast 55 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein grösster Rivale, der Oligarch Omurbek Babanow, kam nur auf 33 Prozent.

Das überwiegend muslimische Kirgistan mit seinen sechs Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gilt als das demokratischste Land in Zentralasien - gleichzeitig aber auch als das politisch instabilste.

2005 wurde der autoritäre Staatschef Askar Akajew aus dem Amt gejagt, 2010 wurde auch sein Nachfolger Kurmanbek Bakijew gestürzt, im selben Jahr folgten blutige ethnische Unruhen zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit. Nach einer Übergangszeit wurde 2011 Atambajew in einer friedlichen Wahl zum Präsidenten des zentralasiatischen Landes gewählt.

Wie es sich anfühlt, in Kirgistan Baumwolle zu pflücken – hier geht es zum Reisebericht