Nordkorea

Kim Jong-Un bestellt Granaten und Artillerie

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (Archiv)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (Archiv)

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat eine Steigerung der Produktion von Artilleriegeschützen und Granaten angeordnet. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, geht das Säbelrassen des 30-jährigen Kims unbeirrt weiter.

Einem japanischen Bericht zufolge verlegt die US-Armee nach den militärischen Drohungen Nordkoreas nun früher als geplant eine Spionage-Drohne nach Japan. Wie die japanische Zeitung "Sankai Shimbun" am Samstag berichtete, soll die Global Hawk-Drohne auf dem US-Stützpunkt Misawa im Norden von Japan stationiert werden. Es ist die erste Stationierung einer solchen US-Drohne in Japan.

Nordkoreas Militär hatte nach südkoreanischen Angaben am Freitag eine zweite Mittelstreckenrakete an die Ostküste des Landes verlegt. Die Flugkörper haben eine Reichweite von bis zu 4000 Kilometern und könnten Südkorea, Japan oder eine US-Militärbasis auf der Insel Guam im Pazifik treffen.

Keinen Mitarbeiter-Exodus

Trotz Warnungen Nordkoreas vor Gefahren für ausländische Botschaften bleiben Diplomaten und ihre Mitarbeiter vorerst in Pjöngjang. Kein Land habe bisher Botschaftspersonal aus Nordkorea abgezogen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Auch die Schweiz belässt ihre drei Vertreter im Kooperationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Pjöngjang. Es seien die einzigen Schweizer Bürger, die sich derzeit im Land aufhielten, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern mit. Sie seien auch für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Land tätig.

Gegenwärtig bestehe keine Absicht, das Schweizer Personal zu evakuieren, schreibt das EDA weiter. Es existiere ein Notfallplan, der auch mit den internationalen Organisationen vor Ort koordiniert werde. Erst am Samstag hatte die Schweiz an einem Koordinationstreffen von Diplomaten aus den EU-Ländern in Nordkorea teilgenommen.

Vor dem Hintergrund immer neuer Kriegsdrohungen Nordkoreas gegen die USA und Südkorea hatte die Regierung in Pjöngjang am Freitag mehreren Ländern die Evakuierung ihres Botschaftspersonals nahegelegt, darunter Russland, China, Grossbritannien und Deutschland.

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