Erdbeben

Kaum noch Hoffnung auf Erdbeben-Überlebende in Christchurch

In einem Vorort Christchurchs: Anwohner tragen eine Wasserpumpe zu einem Haus

In einem Vorort Christchurchs: Anwohner tragen eine Wasserpumpe zu einem Haus

Am Tag drei nach dem schweren Erdbeben gibt es in der neuseeländischen Stadt Christchurch kaum noch Hoffnungen, Überlebende zu finden. Die Chancen würden zusehends sinken, teilte die Regierung am Freitag mit.

Nach Angaben der Polizei wurden bisher 113 Tote geborgen und in eine provisorische Leichenhalle gebracht. "Wir befürchten, dass die Zahl der Toten viel höher sein könnte, als wir bisher angenommen haben", sagte Ministerpräsident John Key.

In der Nacht zum Freitag habe es keine erfolgreichen Rettungen gegeben, hiess es. Mehr als 200 Menschen könnten noch unter Trümmern eingestürzter Gebäude verschüttet sein.

"Wir hoffen weiter, dass Menschen gerettet werden, aber es wird unwahrscheinlicher", sagte Zivilschutzminister John Carter. Seit Mittwoch wurden keine Überlebenden mehr geborgen.

Das Beben der Stärke 6,3 war eines der heftigsten in Neuseeland seit 80 Jahren. Seitdem sind hunderte Experten, auch aus dem Ausland, mit Spürhunden, Spezialkameras und Ortungsgeräten im Einsatz, um nach Lebenszeichen zu suchen.

Experten schätzen die Schäden auf bis zu 12 Mrd. Dollar. In der Stadt Christchurch sowie in einigen Vororten wurden insgesamt mehrere Tausend Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Key erklärte das Erdbeben zur nationalen Katastrophe.

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