Vatikan

Kammerdiener des Papstes wurde zum zweiten Mal verhört

Papst Benedikt II. (h. r.) und sein Kammerdiener Paolo Gabriele (v. l.) mit dem päpstlichen Privatsekretär Georg Gänswein (Archiv)

Papst Benedikt II. (h. r.) und sein Kammerdiener Paolo Gabriele (v. l.) mit dem päpstlichen Privatsekretär Georg Gänswein (Archiv)

Der im Vatikan verhaftete Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, ist am Mittwoch zum zweiten Mal seit seiner Festnahme vor fast zwei Wochen vernommen worden. Dies bestätigte Vatikansprecher Federico Lombardi.

Aus der Vernehmung sei die Verwicklung von Kardinälen in die Affäre ausgeschlossen worden, erklärte Lombardi. Die Ermittlungen würden weiterlaufen, um festzustellen, ob weitere Personen in den Skandal involviert seien. Bisher sei Gabriele jedoch der einzige Verdächtige, versicherte Lombardi.

Wegen Fronleichnam und Verpflichtungen der Richter seien diese Woche keine weiteren Vernehmungen Gabrieles geplant. Der Kammerdiener habe öfters seine Frau und seine Rechtsanwälte treffen können.

Der Kammerdiener sei vom Dienst "suspendiert" und nicht entlassen worden. Lombardi dementierte Mediengerüchte, nach denen Gabriele die Zelle im Vatikan verlassen könnte, in der er sich seit seiner Festnahme befindet und in Italien inhaftiert werden könnte.

Am Dienstag hatten die formellen Vernehmungen Gabrieles begonnen. Lombardi bestätigte, dass es nicht erstaunlich wäre, wenn - wie am Wochenende geschehen - weitere Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen würden. Gabriele ist weiterhin der einzige Beschuldigte. Der Vatikan hat bisher auch kein Rechtshilfegesuch an Italien gestellt, das italienische Staatsbürger betreffen könnte.

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