Kambodscha

Kambodschas Regierung ordnet nach Massenpanik Trauertag an

Brücke wurde für Dutzende Menschen zur tödlichen Falle

Brücke wurde für Dutzende Menschen zur tödlichen Falle

Nach der Massenpanik mit mehr als 340 Toten in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat die Regierung des Landes einen nationalen Trauertag angeordnet. Am Donnerstag solle der Opfer der Katastrophe gedacht werden, sagte Ministerpräsident Hun Sen in einer Fernsehansprache.

"Ich möchte meinen Landsleuten und den Familien der Opfer mein Beileid ausdrücken". Die Panik ereignete sich am späten Montagabend, als die Menschenmassen in Phnom Penh auf einer Brücke über den Fluss Mekong zu einer Feier des traditionellen Wasserfestes gelangen wollten. Nach neuen Angaben der Regierung kamen mindestens 347 Menschen ums Leben, 410 weitere wurden verletzt.

Zwei Drittel der Opfer seien Frauen gewesen. Die Ursache für die Massenpanik war unklar. Ein Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass offenbar ein Gerücht die Runde gemacht habe, wonach die Brücke instabil sei. "So startete die Panik", sagte er.

Das Wasserfest ist eines der grössten Festivals des Landes. Dabei wird dem Fluss Mekong gedankt, der Kambodscha mit fruchtbaren Böden und Fisch versorgt. Wegen der Feierlichkeiten waren in den vergangenen Tagen Millionen Kambodschaner zu Konzerten, Feuerwerken und Bootsrennen in die Hauptstadt geströmt.

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