Das Geld könne von der neuen Führung des Landes verwendet werden, um dringende Projekte beim Wiederaufbau des Landes voranzutreiben, sagte Frattini. Italien werde ein Expertenteam entsenden, um über die bestmögliche Verteilung zu diskutieren.

Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrats, Mahmud Dschibril, hatte zuvor den UNO-Sicherheitsrat zur Aufhebung von Sanktionen gegen Libyen und der Freigabe aller libyschen Vermögenswerte im Ausland aufgefordert.

Frattini erklärte am Freitag, Italien habe die Genehmigung, zunächst 2,5 Milliarden Euro freizugeben. "Die Entscheidung ist gefallen. Es gibt eine Genehmigung", sagte Frattini bei einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Dschibril. "Jetzt werden wir auf Anfrage unserer libyschen Freunde Geld für wichtige Projekte freimachen können."

Gleichzeitig äusserte Frattini bei seinem Besuch in Tripolis die Hoffnung, dass bis Oktober wieder libysches Erdgas über die Greenstream-Pipeline nach Italien fliessen werde. Der italienische Energiekonzern Eni hatte zuletzt eine Vereinbarung über die Wiederaufnahme der Öl- und Gasförderung in Libyen unterzeichnet.