Auch viele der seit Wochen gegen zu hohe Mieten protestierenden Israelis schlossen sich dem Marsch an. "Die Parade ist ein Symbol für den Kampf um die Freiheit in der Hauptstadt", zitierte die Zeitung "Jerusalem Post" den Abgeordneten Nitzan Horowitz.

"Wir werden nicht zulassen, dass extremistische Gruppierungen Jerusalem in eine Art Teheran verwandeln", fügte der Politiker in Anspielung auf den Einfluss der Mullahs in der iranischen Hauptstadt hinzu. Horowitz ist einer der Initianten des seit zehn Jahren stattfindenden Umzugs.

Wie schon in früheren Jahren versuchten Ultraorthodoxe, den Marsch zu stören. Ein Mitglied der strenggläubigen charedischen Juden sei festgenommen worden, nachdem er mehrere Plastiktüten mit einer unbekannten Flüssigkeit auf Teilnehmer der Parade geschleudert habe. Zuvor hatte die Polizei mehrere Dutzend Orthodoxe gestoppt, als sie versuchten, vier Esel zu der Schwulenparade zu treiben.