Israel habe die Verbindungsstelle in Gaza informiert, dass die Grenzübergänge Kerem Schalom und Eres ab Sonntag geschlossen seien. Nur in humanitären Notfällen sei eine Ausreise über den Eres-Grenzübergang möglich, schrieb "Haaretz".

In der Nacht zum Samstag hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben ein Geschoss ausgemacht, das aus dem Gazastreifen auf dem Süden Israels abgefeuert worden war. Es sei unklar, ob es sich dabei um eine Rakete oder eine Mörsergranate gehandelt habe, sagte eine Armeesprecherin.

Die israelische Koordinierungsstelle für Aktivitäten in den Palästinensergebieten (COGAT) war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Es ist der zweite Angriff aus dem Gazastreifen seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern Ende August: Im September war bereits eine Mörsergranate auf Israel abgefeuert worden.

Die israelische Armee hatte nach anhaltendem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen im Juli eine Offensive mit Luftangriffen und zeitweise auch Bodentruppen gestartet. Insgesamt wurden im Gaza-Krieg mehr als 2140 Palästinenser und 73 Israelis getötet. Weite Teile des Küstenstreifens wurden zerstört.

Seit dem 26. August gilt eine Waffenruhe Konflikt. Ende Oktober sollen die indirekten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern über eine langfristige Lösung des Gaza-Konflikts weitergeführt werden.