Auslöser der wütenden Proteste war die Aufhebung des 2010 verhängten Todesurteils gegen die Christin Asia Bibi wegen Gotteslästerung. Pakistans Oberster Gerichtshof hatte am Mittwoch das Urteil gegen die Frau gekippt, deren Fall international für Aufsehen gesorgt hatte.

Der Parteisprecher Pir Ijaz Qadri sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Führung von Tehreek-e-Labaik habe zum Ende der Proteste und Strassenblockaden aufgerufen. Arbeiter seien aufgefordert worden, sich "friedlich zu zerstreuen". Zuvor hatten zwei Minister die Einigung bestätigt, darunter der Minister für religiöse Angelegenheiten, Noor-Ul-Haq Qadri.

Blasphemie ist im streng konservativ-islamischen Pakistan ein folgenschwerer Vorwurf. Wegen entsprechender Anschuldigungen verbüssen dort derzeit rund 40 Menschen nach Schätzungen eines US-Ausschusses zur Religionsfreiheit lebenslängliche Gefängnisstrafen oder warten auf ihre Hinrichtung. Immer wieder kommt es zu Lynchmorden wegen Vorwürfen der Gotteslästerung.