Terror

Isis-Kämpfer «Al-Suissery» posiert auf Twitter: Ist er ein Schweizer?

Posieren auf Twitter: Einer der Dschihadisten nennt sich Abou Suleymann Suissery – ist er aus der Schweiz?

Posieren auf Twitter: Einer der Dschihadisten nennt sich Abou Suleymann Suissery – ist er aus der Schweiz?

Je grösser das vom Terrornetzwerk ISIS eroberte Gebiet wird, desto mehr wächst ihre Anzahl Anhänger. Über Twitter, Facebook & Co. sucht die Organisation auch Kämpfer in der Schweiz. Bei einigen dürfte sie bereits erfolgreich gewesen sein.

Die in Syrien und im Irak operierende Terrororganisation ISIS soll auch in der Schweiz ein Netzwerk zur Verbreitung ihrer Propaganda unterhalten. Zu diesem Schluss kommt der Kriegsreporter Kurt Pelda, wie er im Interview der SRF-Sendung «Rundschau» vom 25. Juni erklärte.

Über soziale Medien wie Twitter oder Facebook würden ISIS-treue Anhänger die Botschaften der Organisations-Führer verbreiten und damit aktiv den Dschihad von der Schweiz heraus unterstützen.

Web-Propaganda mit starker Wirkung

Die grossen Gebietseroberungen der ISIS-Kämpfer und ihre Affinität zu sozialen Medien haben laut Pelda eine starke Wirkung auf Muslime im Ausland. Einige Männer geben sich Kämpfernamen wie al-Suissery oder as-Swissry, was darauf hindeuten könnte, dass die Dschihadisten aus der Schweiz kommen. Ob das stimmt, lässt sich nicht bestätigen.

Pelda schätzt die Zahl der Schweizer Kämpfer, die sich der Organisation angeschlossen haben auf ein paar Dutzend. Dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) sind indes 15 Dschihadisten-Reisende bekannt, die aus der Schweiz nach Syrien gelangt sind, oder sich noch auf dem Weg dorthin befinden.  

Zwischen Urlaubsreisenden ins Kriegsgebiet

Laut Pelda sei es einfach, sich dem Terror-Netzwerk im Kriegsgebiet anzuschliessen. So könnten entschlossene Dschihadisten mit normalen Linienflügen in die Türkei und von dort ohne Probleme über die Grenze in die von ISIS kontrollierten Gebiete in Syrien gelangen.

Das Vorgehen der ISIS-Kämpfer bezeichnete der Kriegsreporter als äusserst brutal. "Da gibt es solche, die ihre niedersten Triebe unter dem Deckmantel der Religion ausleben", erklärte Pelda im Rundschau-Interview. So gebe es durchaus Kämpfer, die völlig traumatisiert zurückkehrten. Andere würden sich umorientieren und der al-Nusra-Front beitreten, die zwar die gleichen Ziele wie ISIS verfolgt, dies aber mit anderen Methoden. (luk)     

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