Der 24 Jahre alte Anhänger der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»), Neil Christopher Prakash, ist tot. Wie die Regierung Australiens nun mitteilte, wurde er am 29. April bei einem Angriff der US-Lustwaffe in der nordirakischen «IS»-Hochburg Mossul getötet.

Prakash gilt als einer der meistgesuchten australischen Terroristen. Er wurde in Melbourne geboren und hatte sich 2013 in Syrien dem «IS» angeschlossen. In den folgenden Jahren tauchte er in Propaganda-Videos auf und war in sozialen Netzwerken aktiv, um in Australien Kämpfer für die Miliz anzuwerben. Zudem rief er Anhänger zu Terroranschlägen in Australien und den USA auf.

Generalstaatsanwalt George Brandis sagte im Rundfunk über den Tod des 24-Jährigen: «Die Nachricht sollte uns freuen, für uns war er nämlich der gefährlichste Australier.» Ähnlich klang das bei Ministerpräsident Malcom Turnbull. Er sagte dem Sender Sky News: «Der Tod von Neil Prakash ist eine sehr, sehr positive Entwicklung im Kampf gegen den «IS» und den Krieg gegen den Terror.»

Laut der Mitteilung der Regierung wurden noch zwei weitere «IS»-Rekrutierer getötet: die Australierin Shadi Jabar Khalil Mohammad und ihr Ehemann Abu Sa'ad al-Sudani aus dem Sudan. Die beiden seien am 22. April in Syrien bei einem US-Luftangriff gestorben. Mohammad ist den Angaben zufolge die Schwester des Mannes, der im Oktober vergangenen Jahres einen Polizisten in Sydney erschossen hatte.

Die Regierung schätzt, dass etwa 110 Australier in den Reihen der «IS»-Miliz kämpfen. In Sydney und Melbourne wurden mehrfach Sympathisanten festgenommen. Australien erklärte den «IS» inzwischen offiziell zur «terroristischen Organisation». Damit kann das Land Bürgern mit doppelter Staatsbürgerschaft die australische Staatsbürgerschaft entziehen, wenn sie Mitglied der Terrormiliz sind.