Plage

Nicht mehr herzig: In dieser thailändischen Stadt wohnen zu viele Affen

Irgendwie nicht mehr herzig: Affenplage in Thailand

Bevölkerung und Regierung versuchen mit verschiedenen Mitteln, den aggressiven Tieren Herr zu werden.

Sie galten als Touristenattraktion, doch jetzt, wo die Touristen ausbleiben, werden sie zur Plage: die Affen von Lopburi.

In Rudeln rennen sie über die Trottoire, plündern Läden oder betteln aufdringlich um Essen. Die Stadt Lopburi im Herzen Thailands wird von Affen beherrscht.

Und diese wachsen den Einwohnerinnen und Einwohnern dort wortwörtlich über den Kopf. In nur drei Jahren hat sich die Affenpopulation von Lopburi verdoppelt – auf 6000 Tiere.

Lange sind die Affen geduldet worden, galten sie doch als Touristenattraktion. Doch nun bleiben die Touristen aus und die Affen rücken den Einheimischen auf den Leib.

Aussetzen in der Wildnis ist unmöglich

Viele sind der Affen inzwischen überdrüssig, weil sie Essen klauten, wie die zuständige Wildtierbehörde mitteilte. Die Tiere sind frech bis aggressiv und verschmutzen die Stadt.

Die Menschen würden die Tiere lieber in den Wald umsiedeln lassen, aber gemäss der Wildtierbehörde geht das nicht, da die an die Stadt gewöhnten Tiere dort nicht überleben würden.

Die einen behelfen sich damit, indem sie die Tiere füttern, um sie zu besänftigen, andere wie etwa Ladenbesitzer Taweesak Srisaguan, der vor seinem Laden Stoffkrokodil und Tigerkopf drapiert, versuchen es mit Abschreckung. Trotzdem müsse er die Affen zusätzlich mit einem Stock verscheuchen, sagt er.

500 Affen sollen zum Tierarzt

Die Regierung setzt auf andere Massnahmen. Die Tiere werden in Käfige gelockt und so eingefangen und zum Tierarzt gebraucht. Dort werden sie sterilisiert, damit sie sich nicht mehr so schnell vermehren.

Thailand will so mindestens 500 der wilden Affen sterilisieren lassen. Schon früher sind einige der Affen sterilisiert worden. Das Einfangen der Tiere ist gemäss den Behörden allerdings schwer. (SRF/dpa)

Meistgesehen

Artboard 1