Im Iran wird am 14. Juni ein Nachfolger für Mahmud Ahmadinedschad gewählt, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf. Dschalili ist als direkter Vertreter des geistlichen Oberhauptes Ali Chamenei Verhandlungsführer in den internationalen Gesprächen über das umstrittene Atomprogramm des Landes.

Anders als Dschalili gilt Rafsandschani seit der Wahl 2009 als isoliert. Damals gab es massive Strassenproteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Ahmadinedschad. Für dessen Nachfolge haben sich bis zur Schliessung der Listen an diesem Samstag fast 500 Bewerber eingetragen.Unter den Bewerbern ist auch Ex-Aussenminister Ali Akbar Welajati. Dem Topkandidaten des konservativen Flügels und Berater des obersten Führers, Ali Chamenei, werden sehr gute Chancen attestiert, Nachfolger von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu werden.

Mit Esfandiar Rahim Mashaie will auch ein enger Vertrauter des scheidenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad antreten. Seine Kandidatur ist besonders kontrovers, weil er vom Klerus als Nationalist angesehen wird, der die islamischen Werte des Systems untergraben wolle.

Die eingereichten Kandidaturen müssen nun vom Wächterrat bestätigt werden. Der Wächterrat, ein nicht gewähltes Gremium unter geistlicher Aufsicht, muss bis zum 23. Mai die Namen der zugelassenen Kandidaten bekanntgeben.