Iran-Konflikt

Irak: Raketen auf «Green Zone» mit US-Botschaft abgefeuert

US-Soldaten beobachten die amerikanische Botschaft in Bagdad. Am Samstag schlugen zwei Geschosse in der hochgesicherten Grünen Zone in Bagdad ein, in der sich auch die US-Botschaft befindet. (Bild vom 3. Januar)

US-Soldaten beobachten die amerikanische Botschaft in Bagdad. Am Samstag schlugen zwei Geschosse in der hochgesicherten Grünen Zone in Bagdad ein, in der sich auch die US-Botschaft befindet. (Bild vom 3. Januar)

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Balad im Irak, auf dem auch US-Soldaten untergebracht sind, sind am Samstag mindestens zwei Raketen eingeschlagen.

Sie seien am Abend im Lagerhaus-Bereich der Basis niedergegangen, die etwa 80 Kilometer nördlich von Bagdad liegt, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA aus Sicherheitskreisen.

Berichte über mögliche Opfer des Angriffs oder Schäden gab es zunächst nicht. Die US-Truppen seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Helikopter kreisten über dem Stützpunkt am Himmel:

Die Luftwaffenbasis, auf der die US-Ausbilder für das irakische Militär untergebracht sind, wurde schon mehrfach Ziel von bewaffneten Angriffen. Im vergangenen Jahr wurde sie etwa mit Mörsergranaten attackiert, im August wurden bei der Explosion eines Waffenlagers in der Nähe zudem zwei Menschen getötet.

Die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA berichtete, dass auf dem Stützpunkt sowie im Zentrum der Hauptstadt Bagdad mehrere Raketen niedergegangen seien. Im Stadtzentrum von Bagdad liegen in der hoch gesicherten Grünen Zone unter anderem die US-Botschaft sowie irakische Ministerien und das Parlament.

Die Lage in der Region ist nach der Tötung des ranghohen iranischen Generals Kassem Soleimani durch einen US-Raketenangriff in Bagdad sehr angespannt. Die iranische Führung hatte nach dem Angriff Vergeltung angekündigt. Ajatollah Ali Chamenei schrieb in einem Beileidsschreiben, die Urheber des Angriffs erwarte "eine schwere Rache".

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