Der 77-jährige Asaram sitzt bereits seit September 2013 im Gefängnis. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe, er kann gegen das Urteil aber Berufung einlegen. Gegen ihn und seinen Sohn läuft ein weiteres Verfahren wegen der Vergewaltigung zweier Schwestern.

Asaram betreibt nach eigenen Angaben in Indien und einigen anderen Ländern insgesamt rund 400 Aschrams, in denen Meditation und Yoga gelehrt werden. Er hat den Angaben zufolge Millionen Anhänger.

Zur Urteilsverkündung wurden in der nordindischen Region um Jodhpur strenge Sicherheitsvorkehrungen für den Fall wütender Proteste von Anhängern Asarams getroffen. Es gab zunächst keine Berichte über Gewalt. Im vergangenen August hatte es in Nordindien Krawalle mit 38 Toten gegeben, als der Guru Ram Rahim wegen Vergewaltigung verurteilt wurde.

In den vergangenen Wochen hatte es in Indien Proteste wegen mehrerer aufsehenerregender Sexualmorde an Minderjährigen gegeben. Die Regierung brachte am Wochenende einen Erlass auf den Weg, der die Vergewaltigung von Kindern unter 12 Jahren unter Todesstrafe stellt.