Korea-Konflikt

In Südkorea lebende Nordkoreaner schicken Flugblätter über Grenze

Aktivisten lassen von Südkorea aus Ballone mit Tausenden Botschaften steigen

Aktivisten lassen von Südkorea aus Ballone mit Tausenden Botschaften steigen

Zum Geburtstag des verstorbenen nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il haben im südkoreanischen Exil lebende Bürger des Landes am Samstag Flugblätter über die Grenze geschickt.

Mit gasbefüllten Ballons sandten sie etwa 200'000 Botschaften sowie kleine Geldscheine in den verarmten und abgeschotteten Norden. "Stoppt provokative Aktionen mit Raketen und Atomtests", "Nordkoreaner, erhebt Euch" und "Die Kim-Dynastie wird bald stürzen", war auf den Flugblättern unter anderem zu lesen.

Kim Jong Il, der 1994 seinem Vater Kim Il Sung im Amt des Staatschefs gefolgt war, war im Dezember 2011 gestorben. Die Macht ging auf seinen Sohn Kim Jong Un über.

Erst am Dienstag unternahm Nordkorea einen dritten unterirdischen Atomtest. Da das isolierte Land die "Verwendung einer kleineren und leichteren Atombombe, aber mit grosser Sprengkraft" vermeldete, nahmen die Befürchtungen zu, dass Pjöngjang die Produktion von Sprengköpfen vorbereitet, die auf Raketen montiert werden können. Der Test wurde international verurteilt.

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