Jemen

In Sanaa kommt es erneut zu heftigen Gefechten

Strassenszene aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, wo die Auseinandersetzungen weitergehen (Archiv)

Strassenszene aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, wo die Auseinandersetzungen weitergehen (Archiv)

Die Lage im Jemen eskaliert trotz internationaler Friedensappelle weiter. Bewohner der Hauptstadt Sanaa berichteten, in der Nacht auf Donnerstag habe es heftige Gefechte zwischen den Regierungstruppen und den Unterstützern der Opposition gegeben.

Bei den Kämpfen, die auch am Donnerstag noch andauerten, kamen erneut mehrere Menschen ums Leben. Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe am Sonntag wurden in Saana mehr als 80 Menschen getötet.

Die Stadt ist geteilt zwischen dem Norden, der von Soldaten der Panzerdivision des oppositionellen Generals Ali Mohsen al-Ahmar gehalten wird, und dem Süden unter der Kontrolle der Republikanischen Garde. Sie steht unter dem Kommando des ältesten Sohns von Präsident Ali Abdullah Saleh.

Salehs Weigerung

Ein Aktivist sagte, die Republikanische Garde und die Zentralen Sicherheitskräfte hätten erneut die Zeltstadt der Protestbewegung und andere Zentren der Opposition angegriffen. Daraufhin hätten Soldaten der 1. Division der Armee unter dem Befehl von General Ahmar sowie Kämpfer des Stammesführers Scheich Sadik al-Ahmar das Feuer erwidert, "um die Demonstranten zu schützen".

Ungeachtet der seit Januar anhaltenden Proteste weigert sich Präsident Saleh, der das Land seit 33 Jahren regiert, die Macht abzugeben. Nachdem er bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast in Sanaa am 3. Juni verletzt wurde, befindet er sich in Saudi-Arabien. Seitdem führt Vize-Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi die Regierungsgeschäfte.

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