Ägypten

In Kairo gibts Tote - am roten Meer wird gebadet als ob nichts wäre

Die Reisedestinationen am Roten Meer sind von den jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzungen in Ägypten, die nach Behördenangaben über 500 Tote gefordert haben, bislang nicht betroffen. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sieht deshalb auch keinen Grund, seine Reisehinweise anzupassen.

Weiterhin gilt deshalb, was das EDA bereits Anfang Juli ausgegeben hat: Reisen nach Ägypten sollten demnach auf die Badeorte am Roten Meer beschränkt werden. Von allen nicht dringenden Reisen in die übrigen Landesteile werde weiterhin abgeraten, teilte das EDA am Donnerstag mit.

Nach Informationen des Aussendepartements sind bei den jüngsten Auseinandersetzungen keine Schweizer zu Schaden gekommen. Die Botschaft in Kairo beobachte die Entwicklung aufmerksam und stehe in Kontakt mit Verbindungspersonen in den Badeorten, wo die Situation bislang ruhig geblieben sei.

Die Einschätzung des EDA deckt sich mit den Eindrücken der Reiseveranstalter. Gemäss dem Sprecher von TUI Suisse, Roland Schmid, ist die Lage in den touristischen Regionen am Roten Meer nach Auskunft der Reiseleiter vor Ort derzeit ruhig.

Beim Reiseveranstalter Kuoni teilt man diese Einschätzung. Am Mittwochabend seien die Ägypten-Reisenden kontaktiert worden, sagte Sprecher Peter Brun. Offenbar präsentiere sich die Situation unverändert. Derzeit befänden sich 450 Kuoni-Kunden im nordafrikanischen Land. Bei TUI Suisse sind es derzeit rund 200 Gäste.

Kuoni hatte Reisen nach Kairo und Luxor bereits vor der jüngsten Gewalteskalation aus dem Angebot gestrichen. Auch TUI Suisse hat Ausflüge in die ägyptische Hauptstadt sowie ins Niltal bis auf Weiteres ausgesetzt. Bereits gebuchte Reisen könnten gebührenfrei storniert oder umgebucht werden.

Gemäss Kuoni-Sprecher Brun wird die Situation nun weiter beobachtet. Sollte das EDA auch von Reisen in die Badeorte am Roten Meer abraten, dann werde die Lage neu beurteilt. Von spesenfreien Umbuchungen und Stornierungen bis zu Rückholaktionen seien dann verschiedene Massnahmen denkbar.

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