Brände

In Israel sterben bei einem Waldbrand mindestens 40 Menschen

In Israel brennen die Wälder - rund 650 Hektaren Land stehen in Flammen

In Israel brennen die Wälder - rund 650 Hektaren Land stehen in Flammen

Bei einem der grössten Waldbrände in Israel sind im Norden des Landes nach Feuerwehrangaben mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich etliche Gefängniswärter, die in einer Rettungsaktion unterwegs waren, als ihr Bus in Flammen aufging.

Die Leichen von 25 Businsassen wurden bis zum späten Donnerstagabend identifiziert. Die Medien berichteten von rund zwei Dutzend Vermissten.

Der Brand war am Abend immer noch ausser Kontrolle. Rund 650 Hektaren Land standen in Flammen. "Das ist eine Katastrophe ungekannten Ausmasses", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Eine Universität, drei Gefängnisse und ein Spital wurden evakuiert. Mindestens ein Dorf wurde ein Raub der Flammen.

Israel verfüge nicht über ausreichend Flugzeuge und Helikopter fürs Löschen, sagte der Brandschutzbeauftragte Shimon Romach dem Sender "Israel Radio". Ministerpräsident Netanjahu bat Zypern, Italien, Russland und Griechenland um Unterstützung. Griechenland, Spanien und Zypern sagten wenig später zu, Löschhelikopter zu schicken.

Das Feuer war gegen Mittag ausgebrochen, so dass die Behörden Hunderte Bewohner zum Verlassen des Gebietes in der Region Carmel auffordern mussten. Die Gefängniswärter in dem verbrannten Bus seien auf dem Weg zu einem Gefängnis gewesen, um bei der Rettung der palästinensischen Gefangenen zu helfen, sagte Jaron Samir, Sprecher der Strafvollzugsbehörde.

Das Feuer zerstörte einen der wenigen grossen Wälder Israels. Die Flammen konnten sich so schnell ausbreiten, weil das Land einen ungewöhnlich heissen Sommer hinter sich hat und in der normalerweise niederschlagsreichen Herbst- und Wintersaison wenig Regen gefallen ist.

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