Hitze

In Australien wird der Strom wegen Waldbandgefahr abgeschaltet

Hochspannungskabel können verheerende Buschbrände auslösen (Symbolbild)

Hochspannungskabel können verheerende Buschbrände auslösen (Symbolbild)

Australien schwitzt: Der Süden des Kontinents erlebt den heissesten Jahresbeginn seit mehr als einem Jahrhundert. Das Wetter ist mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius so extrem, dass Stromanbieter einigen Regionen den Saft abdrehen mussten, um Waldbränden vorzubeugen.

Weitere Abschaltungen in den kommenden Tagen seien möglich, berichtete der Sender ABC am Dienstag. "Natürlich verstehen wir, dass Menschen betroffen und belästigt sind, weil sie keinen Strom haben", sagte ein Sprecher des Anbieters Electricity Trust of South Australia.

Aber bei einer Aufrechterhaltung der Stromversorgung bestehe die Gefahr, dass Hochspannungskabel verheerende Buschbrände auslösen könnten, erklärte der Sprecher.

Abgeschaltete Kühlschränke

In einigen beliebten Ferienorten an der südlichen Küste Australiens mussten Menschen zum Wochenbeginn auf kühlende Klimaanlagen verzichten. Ladenbesitzer ärgerten sich darüber, dass mitten in der Hochsaison ihre Kühlschränke zum Teil unangekündigt ausfielen. Rettungskräfte berichteten, dass sie im Schnitt einmal pro Stunde Menschen mit Hitzeschlägen versorgen mussten.

Aus der südlichen Küstenstadt Adelaide wurden rekordverdächtige Temperaturen von 41 Grad Celsius gemeldet. Weiter im Inland gingen die Thermometer auf 43 Grad hoch. Normalerweise liegen die Höchsttemperaturen im Süden des Landes im Januar bei rund 30 Grad.

Derzeit wüten mehr als 100 Waldbrände im südlichen Bundesstaat Victoria. Vor drei Jahren starben dort 173 Menschen bei Bränden starben; über 500'000 Hektar Land wurden zerstört.

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