Das Camp Jarmuk, in dem noch rund 18'000 Menschen ausharren, wird weitgehend von der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert. Ihre Organisation appelliere an alle Kampfbeteiligten, einen sofortigen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu ermöglichen, sagte die Leiterin der Syrien-Delegation des IKRK, Marianne Gasser.

Es fehlten vor allem Wasser und dringend benötigte Notfallmedikamente. Die Menschen litten zudem unter ständigem Nahrungsmangel. Auch müsse es Zivilisten ermöglicht werden, das Lager zu verlassen, um in sicherere Gegenden zu ziehen.

Das IKRK hat nach eigenen Angaben seit Oktober vergangenen Jahres keinen Zugang mehr zu Jarmuk, das am Stadtrand von Damaskus liegt. Der IS hat das Camp von rivalisierenden Gruppen erobert. Der gesamte Bezirk ist nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte von der syrischen Armee eingekesselt.