Den Teams sei es gelungen, Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter für 12'000 Menschen nach Hama zu bringen, sagte IKRK-Sprecherin Carla Mardini der Nachrichtenagentur dpa.

Hama gehört neben den Städten Homs und Daraa zu den Zentren der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Nach Augenzeugenberichten gingen Regierungstruppen auch in Hama in den letzten Wochen mit brutaler Gewalt gegen Regimegegner vor.

Zahlreiche Menschen sollen dabei getötet worden sein. Zuletzt hatten Mitarbeiter des IKRK und des Syrischen Roten Halbmonds in Hama am 17. Januar Hilfe leisten können.

In dem seit Tagen immer wieder unter Beschuss liegenden Stadtteil Baba Amro von Homs warten hingegen weiter Tausende Menschen auf Hilfsgüter.

"Wir sind zwar in der Stadt Homs, aber unsere Verhandlungen über einen Zugang zu Baba Amro dauern zurzeit noch an", sagte IKRK-Sprecherin Mardini. Die Notlage vieler Menschen in Baba Amro wird nach Einschätzung von Helfern immer schlimmer.

Tote vor Referendum

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Montag - einen Tag nach dem umstrittenen Verfassungsreferendum - drei Menschen von Regierungstruppen erschossen worden.

Sicherheitskräfte hätten mit scharf geladenen Waffen auf die Demonstranten geschossen, die für mehr Demokratie auf die Strassen gegangen seien, berichteten Oppositionsanhänger.

Die Proteste seien bereits am Sonntag nach dem Referendum im Stadtteil Kfar Suse ausgebrochen. Dort sei die Abstimmung weitgehend boykottiert worden. Nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe wurden dabei auch drei Menschen verletzt.

In der Protesthochburg Homs setzte die Regierung ihre Offensive ebenfalls fort. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters von einem Dauerbeschuss vor allem sunnitischer Gegenden der Stadt. Ersten Berichten zufolge wurden mindestens zwei Menschen getötet.

Es wurde erwartet, dass die Führung in Damaskus am Montag das Ergebnis der Volksabstimmung verkünden wird.