USA

«Ich habe gerade den Chef des FBI gefeuert»: Neue schwere Vorwürfe gegen Trump – Comey will aussagen

President Donald Trump speaks during a news conference with Colombian President Juan Manuel Santos in the East Room of the White House in Washington, Thursday, May 18, 2017. (AP Photo/Susan Walsh)

«Er war verrückt, ein echter Spinner», sagte Trump laut einer Aufzeichnung des Gesprächs, das der Zeitung vorgelesen wurde.

President Donald Trump speaks during a news conference with Colombian President Juan Manuel Santos in the East Room of the White House in Washington, Thursday, May 18, 2017. (AP Photo/Susan Walsh)

Der von Präsident Donald Trump gefeuerte FBI-Chef James Comey will in einer öffentlichen Sitzung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Und unmittelbar nach dem Abflug von Trump zu seiner ersten Auslandsreise sind in US-Zeitungen neue schwere Vorwürfe gegen ihn laut geworden.

Der von Präsident Donald Trump gefeuerte FBI-Chef James Comey will in einer öffentlichen Sitzung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Das teilten die Ausschussvorsitzenden am Freitagabend (Ortszeit) mit.

James Comey bricht sein Schweigen: Der entlassene FBI-Chef wird vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. (Archivbild)

James Comey bricht sein Schweigen: Der entlassene FBI-Chef wird vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. (Archivbild)

Die Sitzung soll demnach in dem Zeitraum nach dem 29. Mai, einem Feiertag, stattfinden. US-Präsident Donald Trump hatte mit der Entlassung des Direktors der Bundespolizei am vergangenen Dienstag ein politisches Erdbeben ausgelöst. Der drastische Schritt weckte den Verdacht, der Präsident wolle die FBI-Ermittlungen zu möglichen illegalen Verbindungen seines Teams nach Russland ausbremsen.

Unmittelbar nach dem Abflug von US-Präsident Donald Trump zu seiner ersten Auslandsreise sind in US-Zeitungen neue schwere Vorwürfe gegen ihn laut geworden.

Bei einem Treffen mit Russlands Aussenminister Sergej Lawrow in der vergangenen Woche habe der US-Präsident erklärt, der Rauswurf von FBI-Chef James Comey habe Druck aus den Ermittlungen wegen der angeblichen Verstrickungen des Trump-Wahlkampflagers mit Russland genommen, berichtete die «New York Times».

Nach dem Bericht der "New York Times" und anderer Medien soll der Präsident Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen Ex-US-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Trump hatte zunächst verschiedene Gründe für die Entlassung angegeben. Später sagte er in einem Interview, er habe dabei "dieses Russland-Ding" mit im Kopf gehabt.

«Er war verrückt, ein echter Spinner»

«Ich habe gerade den Chef des FBI gefeuert», sagte Trump der «New York Times» zufolge im Oval Office des Weissen Hauses zu Lawrow und dem russischen US-Botschafter Sergej Kislyak.

«Er war verrückt, ein echter Spinner», sagte Trump laut einer Aufzeichnung des Gesprächs, das der Zeitung vorgelesen wurde. «Ich habe wegen Russland einen grossen Druck verspürt. Der ist jetzt weg», sagte Trump demnach.

Die «Washington Post» veröffentlichte zeitgleich einen Bericht, wonach bei den Russland-Untersuchungen nun auch ein enger Mitarbeiter Trumps aus dem Weissen Haus als «Person von Interesse» betrachtet werde.

Trump heizte die Spekulationen weiter an, indem er den geschassten FBI-Chef davor warnte, mit internen Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen. Bevor er dies tue, solle Comey "besser hoffen, dass es keine 'Aufzeichnungen' von unseren Gesprächen gibt", schrieb der Präsident im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump wollte offenbar andeuten, dass er für Comey unangenehme Informationen in der Hinterhand hat. Ob es tatsächlich Mitschnitte von diesen Gesprächen gibt, ist allerdings unklar. (sda/dpa)

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