Die Behörden erklärten ausserdem für die Region von North Carolina bis New York den Notstand. Angesichts der Bedrohung verkürzte US-Präsident Barack Obama seine Ferien. Obama werde noch am Freitag, einen Tag früher als geplant, zurück nach Washington reisen, teilte sein Sprecher auf der Insel Martha's Vineyard mit.

Zuvor hatte Obama sich an seine Landsleute gewandt und sie aufgefordert, den Hurrikan ernst zu nehmen. "Sie müssen jetzt Vorkehrungen treffen. Warten Sie nicht, zögern Sie es nicht heraus", sagte er. "Wenn Sie einen Räumungsbefehl erhalten, bitte befolgen sie ihn." Alles deute auf einen historischen Hurrikan hin.

Sturm schwächer

"Irene" wurde am Samstag in Cape Hatteras in North Carolina erwartet. Die ersten Sturmwellen erreichten am Freitag die Inselkette Outer Banks. Von dort waren bereits Tausende aufs Festland geflohen.

Im Laufe des Tages schwächte sich der Hurrikan auf einen Sturm der Kategorie zwei ab, der Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde erreicht, wie das Nationale Hurrikanzentrum mitteilte. Er könnte aber auch wieder an Kraft gewinnen, sagten die Fachleute.

Chaos erwartet

An der US-Ostküste wurde wegen des Sturms am Wochenende ein Verkehrschaos erwartet. Fluggesellschaften sagten Flüge ab, die Eisenbahngesellschaft Amtrak kündigte an, die meisten Züge in der Region in den kommenden Tagen zu streichen.

Der Bürgermeister der Stadt New York, Michael Bloomberg, verfügte am Freitag die Evakuierungen von Einwohnern in niedrig gelegenen Küstengebieten. Zuvor hatte er dort bereits Spitäler oder Gefängnisse räumen lassen.

Bloomberg warnte vor Überschwemmungen und umstürzenden Bäumen. Die Wolkenkratzer seien dagegen für heftige Winde ausgelegt. "Irene" wird am Sonntag in der Metropole erwartet.

In den Staaten New York und New Jersey sowie in den Vororten von Philadelphia wird nach Behördenangaben zudem der öffentliche Nahverkehr ab Mitternacht eingestellt.