Überschwemmungen

Hunderttausende Hochwasseropfer in Benin - Krankheiten drohen

Seit September wird das Land regelmässig von Überschwemmungen heimgesucht (Archiv)

Seit September wird das Land regelmässig von Überschwemmungen heimgesucht (Archiv)

In den Hochwasserregionen des westafrikanischen Benin drohen trotz der internationalen Hilfsmassnahmen Hunger und Krankheiten. Bisher kamen mindestens 43 Menschen in Benin ums Leben, mehr als 100'000 sind obdachlos.

Die Behörden sprechen von einer Jahrhundertflut, die mit der alljährlichen Regenzeit im September begann und inzwischen zwei Drittel des Landes erfasst hat.

Die Regenfälle setzten ein, ehe die Ernte eingebracht oder neues Saatgut gepflanzt werden konnten. Viele Rinder, Ziegen und Schafe kamen in den Fluten um. Die wirtschaftliche Existenz Zehntausender Bauernfamilien sei zerstört, auch die Ernährungslage werde über Monate hinweg schwierig sein.

Viele Menschen, die durch die Überschwemmungen obdachlos wurden, hätten in Schulen, Notquartieren und Gastfamilien Unterschlupf gefunden, berichtete eine UNO-Sprecherin. Viele dieser Gastgeber seien nun aber selbst auf Hilfe angewiesen, da ihre spärlichen Vorräte zur Neige gingen.

In den Hochwassergebieten drohen auch Cholera und Malaria, da die stehenden Wasserflächen eine ideale Brutstätte für Moskitos sind. Da Brunnen und Abwasserkanäle überflutet wurden, ist sauberes Trinkwasser Mangelware.

Die Regierung des Landes und die UNO hatten am Mittwoch an die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe in Höhe von knapp 47 Millionen Dollar appelliert.

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