Justiz

Holocaust-Leugner Williamson wieder zu Geldstrafe verurteilt

Richard Williamson im Jahr 2009 (Archiv)

Richard Williamson im Jahr 2009 (Archiv)

Der Holocaust-Leugner Richard Williamson ist vom Amtsgericht im deutschen Regensburg wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden.

Der frühere Bischof der Piusbruderschaft hatte in einem Interview die Existenz von Gaskammern und den Mord an sechs Millionen Juden bestritten.

Es war bereits der zweite Anlauf der Regensburger Staatsanwaltschaft, Williamson deshalb juristisch zu belangen. Ein erstes Urteil hatte das Oberlandesgericht Nürnberg kassiert. Williamsons Anwälte hatten bereits im Vorfeld angekündigt, im Falle einer Bestrafung die weiteren Instanzen einzuschalten.

Grosse Krise

Der Fall Williamson hatte die katholische Kirche seinerzeit in eine grosse Krise gestürzt, da der Vatikan zugleich die Annäherung an die umstrittene Piusbruderschaft vorangetrieben hatte: Die katholische Kirche wollte die Exkommunikation von Williamson und weiterer Bischöfe rückgängig machen.

Inzwischen haben sich die Wogen geglättet, Williamson ist von den Piusbrüdern ausgeschlossen worden.

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