Burma

Holcim will in Militärdiktatur investieren

Ausser dem Landestreifen Daweis ist noch nicht viel vom geplanten Industriekomplex zu sehen.

Ausser dem Landestreifen Daweis ist noch nicht viel vom geplanten Industriekomplex zu sehen.

Über eine thailändische Firma versucht Holcim in der Militär-Diktatur Burma eine Zement-Fabrik aufzubauen. Eine Machbarkeits-Studie ist bereits erstellt.

Holcims thailändische Siam City Cement (SCCC) möchte nach Burma expandieren. SCCC ist Thailands zweitgrösster Zementhersteller und will sich zusammen mit Italian-Thai Development (ITD) in der Hafenstadt Dawei niederlassen.

ITD hat Anfang November von der burmesischen Regierung den Zuschlag für umfassende Grossprojekte erhalten, unter anderem die Entwicklung des Hafens, von Strassen und der Ansiedlung von Schwerindustrie. Der Wert beläuft sich alleine für den Hafen und Grenzstrassen auf mindestens 2 Milliarden Dollar, die Gesamtsumme dürfte sich auf 8 Milliarden Dollar belaufen.

SCCC-Markteting-Managerin Chantana Sukumanont sagte gegenüber der thailändischen «The Nation», SCCC habe bereits eine Machbarkeitsstudie für eine Zementfabrik in Auftrag gegeben und der Schweizer Hauptaktionär Holcim sei interessiert, in Burma zu investieren.

Die Pläne Holcims kommen nur wenige Tage nach den international heftig kritisierten «freien» Wahlen und der Freilassung von Burmas Oppositionsführerin Suu Kyi, die 15 Jahre unter Hausarrest stand.

Satte Gewinne locken

In Burma locken satte Gewinne, da das Land wegen anstehender Grossprojekte grossen Bedarf an Zement haben wird. In Thailand wurden letztes Jahr zwischen 25 und 26 Millionen Tonnen Zement verbraucht. SCCC erwartet dieses Jahr einen noch grösseren Verbrauch.

SCCC plant, bis 2012 die Produktionskapazität von 300'000 Tonnen Zement pro Jahr auf 500'000 Tonen zu steigern.

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