Er habe «soeben» mit Hassan Rohani ein Telefongespräch geführt, und dabei auch über die Zukunft des iranischen Nuklearprogramms gesprochen, sagte der US-Präsident. Obama zeigte sich zuversichtlich, dass die aufgenommenen Verhandlungen zu einer «umfassenden Einigung» führen würden - auch wenn dies nicht einfach sein werde.

Auf dem semi-offiziellen Twitter-Account des iranischen Präsidenten hiess es zudem, Obama habe sich mit einem traditionellen islamischen Abschiedsfloskel («Khodahafez») verabschiedet.

Zuvor hatten sich am Donnerstag US-Aussenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammad Javad Zarif rund 30 Minuten in einem Sitzungszimmer im UNO-Hauptquartier zu einer Unterredung unter vier Augen getroffen - «ohne Protokollanten», wie es hernach von einem Berater Kerry hiess.

Deutlicher Fortschritt

Das Gespräch kam im Anschluss an eine reguläre Zusammenkunft der P5+1-Gruppe. Diese Gemeinschaft, die sich aus den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates plus Deutschland zusammensetzt, versucht seit Mitte 2006, Iran vom Bau einer Atombombe abzubringen. Zarif, im Amt seit August 2013, habe der Gruppe in 15 bis 20 Minuten noch einmal die iranische Position dargelegt, in einer «energischen Präsentation», wie ein amerikanischer Diplomat später sagte.

Die Atmosphäre beider Sitzungen sei «gut» gewesen, und dies stelle bereits einen deutlichen Fortschritt gegenüber den vergangenen Jahren dar, «aber wir haben noch keine Resultate». Deshalb werde sich die P5+1-Gruppe nun Mitte des kommenden Monats erneut in Genf treffen. Zarif bezeichnete die Gespräche als «sehr substantiell». Er drängte seine Verhandlungspartner allerdings auch zur Eile: Seiner Meinung nach könne eine Lösung des Atomstreits bereits in einem Jahr vorliegen, sagte Zarif.