Menschenrechte

Historische UNO-Resolution für Rechte Homosexueller verabschiedet

UNO fordert in einer "historischen Resolution" gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung (Archiv)

UNO fordert in einer "historischen Resolution" gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung (Archiv)

Der UNO-Menschenrechtsrat hat am Freitag in einer Resolution gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gefordert. Während 23 Staaten für die von Südafrika eingebrachte Resolution stimmten, sprachen sich 19 dagegen aus.

Drei Länder enthielten sich. Nichtregierungsorganisationen, die für die Rechte von Schwulen und Lesben kämpfen, werteten die Resolution als "historisch".

Für den Entwurf stimmten unter anderen die USA, die Europäische Union, Brasilien sowie weitere lateinamerikanische Länder. Afrikanische und islamische Länder unter der Führung von Nigeria und Pakistan, aber auch Saudi-Arabien und Russland lehnten die Resolution dagegen ab. China zählte zu den drei Ländern, die sich bei der Abstimmung enthielten.

Die Resolution bekräftigt, dass "alle Menschen frei und gleich hinsichtlich ihrer Würde und ihren Rechten geboren werden und dass jeder ohne jeglichen Unterschied von allen Rechten und Freiheiten profitieren muss".

Im Namen der einflussreichen Organisation der Islamischen Konferenz kritisierte der pakistanische UNO-Botschafter Zamir Akram die Resolution und erklärte, der Text stehe in keinem Zusammenhang mit den grundlegenden Menschenrechten. Der Vertreter Nigerias sagte, die Resolution laufe den Wünschen der meisten Afrikaner zuwider.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Eileen Chamberlain Donahoe, sprach nach der Abstimmung am Freitag von einem "historischen Moment im Menschenrechtsrat und innerhalb des Systems der UNO".

Weltweite Studie

Die Resolution ist in auffallend vorsichtiger Sprache gehalten. Wie aus dem Dokument hervorgeht, soll eine weltweite Studie über Diskriminierungen von Schwulen und Lesben durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen demnach bei einem späteren Treffen des in Genf ansässigen Menschenrechtsrates thematisiert werden.

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