Deutschland

Herbststurm sorgt für Unfälle und Störungen im Bahnverkehr

Sturmböen und Starkregen brachten das Leben vieler Menschen im Norden und Osten Deutschlands durcheinander, einem Mann in Sachsen-Anhalt brachten sie den Tod.

Sturmböen und Starkregen brachten das Leben vieler Menschen im Norden und Osten Deutschlands durcheinander, einem Mann in Sachsen-Anhalt brachten sie den Tod.

Der erste Herbststurm hat in Deutschland zu Behinderungen und Schäden geführt. Im Norden stellte die Bahn wegen umgestürzter Bäume am Montag weitgehend den Fernverkehr ein. Bei Wittenberg in Sachsen-Anhalt starb ein Autofahrer durch einen herabstürzenden Baum.

Nach Angaben der Deutschen Bahn waren wegen der Auswirkungen von Sturmtief "Mortimer" wichtige Fernstrecken etwa zwischen Hamburg und Berlin, zwischen Hannover und Berlin sowie zwischen Hamburg, Hannover und Göttingen gesperrt. Bis Montagmittag lief der Verkehr aber wieder, es kam laut Unternehmen lediglich noch zu Verspätungen. Ausserdem wurden die Bahnhöfe Braunschweig und Hildesheim nicht angefahren.

Laut einer Sprecherin der Bahn fuhr ein ICE am Montagvormittag bei Wolfsburg gegen einen umgestürzten Baum und blieb liegen. Die etwa 250 Passagiere an Bord blieben unverletzt. Sie wurden mit Bussen zum Bahnhof in Wolfsburg gebracht. Die Frontscheibe des ICE wurde dabei beschädigt. Berichte, wonach der Lokführer leicht verletzt worden sein soll, konnte die Bahnsprecherin nicht bestätigen.

Wie die Polizei in Dessau-Rosslau in Sachsen-Anhalt mitteilte, fuhr ein 41-jähriger Autofahrer am Montagmorgen zwischen Nudersdorf und Straach, als er mit seinem Auto unter einen sturmbedingt umstürzenden Baum geriet. Er wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und von Rettungskräften aus dem Wrack befreit, starb aber trotz aller Bemühungen noch vor Ort.

Rettung mit dem Helikopter

Mit einem Helikopter mussten direkt an der Nordseeküste bei Jade in Niedersachsen vier Menschen gerettet werden, die in ihren Autos in einem Überflutungsgebiet eingeschlossen wurden. Die Rettungskräfte setzten nach Angaben der Polizei bei dem Einsatz vom Montagmittag die Winde des Helikopters ein, um die vier Betroffenen im Alter zwischen 28 und 55 Jahren auf den nahen Deich abzusetzen.

Wie die Beamten weiter mitteilten, handelte es sich dabei um zwei Paare, die trotz der Warnbeschilderung in den sturmflutgefährdeten tieferliegenden Bereich gefahren waren. Bei einsetzender Flut wurde ihnen der Rückweg abgeschnitten. Ein Paar war demnach ein ortsunkundiges Urlauberehepaar. Beide Autos wurden überflutetet.

Der erste Herbststurm des Jahres erreicht nach Informationen des Deutschen Wetterdiensts in der Spitze auch orkanartige Böen von etwa hundert Kilometern pro Stunde. Das Tief zog über den Norden und Osten Deutschlands. Parks und Zoos blieben vorsichtshalber geschlossen. Bis Montagabend sollte der Wind aber wieder abflauen.

Feuerwehr kommt Schafen zu Hilfe

An etlichen Orten stürzten Bäume um, mehrfach beschädigten sie auch Autos. Begleitet wurde "Mortimer" zudem von starken Regenfällen. Im nordrhein-westfälischen Dortmund retteten Feuerwehrleute in der Nacht zum Montag mehr als 300 Schafe vor dem Ertrinken. Starkregen hatte nach Angaben der Retter ihre Weide an einem Hang überflutet.

330 Tiere wurden gerettet, für 20 Schafe kam aber jede Hilfe zu spät. Der Einsatz wurde laut Feuerwehr dadurch erschwert, dass die Wolle der Schafe durch den Regen mit Wasser vollgesogen war. Dadurch wogen die Tiere deutlich mehr. Insgesamt waren rund 120 Helfer im Einsatz.

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