Unwetter

Hamburger Fischmarkt unter Wasser: Sturmflut richtet Schäden an norddeutscher Küste an

Die stärkste Sturmflut an den deutschen Ostseeküsten seit 2006 hat in den deutschen Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu Überschwemmungen und Schäden geführt. Betroffen waren am Mittwochabend vor allem Kiel, Lübeck, und Rostock.

Auf der Insel Rügen wurden einzelne Deiche überspült, unter Wasser gesetzte Autos mussten abgeschleppt werden. An anderen Orten liefen die Keller von Häusern in Strandnähe voll. Strassen wurden wegen Überflutung gesperrt.

In Lübeck und in Flensburg wurden zahlreiche Autos aus überfluteten Flächen gezogen. Auf der beliebten Touristeninsel Usedom verursachte die Sturmflut grössere Schäden. Es wurde dort die Alarmstufe 3 ausgerufen.

Sturmflut trifft die Ostseeküste

Sturmflut trifft die Ostseeküste

Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller, Autos im Wasser. Eine Sturmflut hat am Mittwochabend unter Anderem den Flensburger Hafenbereich unter Wasser gesetzt.

Das Sturmtief "Axel" sollte von Skandinavien in der Nacht quer über die Ostsee weiter nach Weissrussland ziehen. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia sollte der Wind, der am Mittwoch mit Spitzen von Stärke 9 bis 11 über die Küste peitschte, am Abend von Nordwest auf Nord und Nordnordost drehen und langsam abflauen.

Die Nordseeküste und Hamburg waren bereits in der Nacht zuvor von Sturmtief "Axel" betroffen - allerdings mit relativ geringen Folgen.

05.01.2017: Sturmtief "Axel" läuft zur Höchstform auf - Hochwasser läßt Straßen in Rostock fluten

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Lage entspannt sich am Donnerstagmorgen allmählich

Die Situation hat sich in den betroffenen Gebieten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns am Donnerstagmorgen allmählich entspannt. "Die Pegel fallen derzeit wieder, die Lage normalisiert sich langsam", teilte die Polizei in Lübeck mit.

Die Feuerwehr der Hansestadt erklärte, der Pegel liege noch bei rund 1,30 Meter über dem mittleren Wasserstand. Einige Gebiete seien weiter überflutet.

Im Osten war die Insel Usedom besonders von der Flut betroffen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartete bis zum Mittag an der gesamten Küste noch Wasserstände von bis 1,20 Meter über den mittleren Wasserstand. Bis Freitag sollen die Pegel demnach weiter fallen. Teils hatten die Stände über 1,50 gelegen, was für die Ostseeküste einer schweren Sturmflut entspricht.

Der Deutsche Wetterdienst sagte für die Küste zunächst weiterhin noch stürmische Böen voraus.

Sturmflut: Land unter in Lübeck und Travemünde

Sturmflut: Land unter in Lübeck und Travemünde

Das Sturmtief "Axel" brachte am Mittwoch das stärkste Hochwasser seit 2006 an die Ostseeküste. Die Fluten stiegen sogar höher als von Experten angenommen. Die Trave-Anwohner schützten sich bestmöglich, der Priwall wurde zur Insel. Video: hil/pah

Stärkste Sturmflut an der Ostsee seit 10 Jahren durch "Axel"

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Überschwemmungen haben in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein teilweise starke Schäden angerichtet.

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