Khadr muss damit noch acht Jahre absitzen. Am vergangen Montag hatte er sich in allen Anklagepunkten schuldig bekannt. Unter anderem gab er zu, 2002 einen US-Soldaten mit einer Handgranate getötet zu haben. Sein Schuldbekenntnis war Teil einer strafmildernden Vereinbarung mit den US-Behörden.

Von den acht Jahren Haft muss er nach Angaben des Militärrichters Patrick Parrish eines in Guantanamo verbringen, den Rest in einem kanadischen Gefängnis, wenn die Regierung in Ottawa ihr Einverständnis gibt.

Khadr ist der letzte Staatsbürger eines westlichen Landes, der in Guantanamo festgehalten wird. Er war 2002 im Alter von nur 15 Jahren in Afghanistan ergriffen und nach Guantanamo gebracht worden. Der heute 24-Jährige hat inzwischen mehr als ein Drittel seines Lebens in dem US-Lager auf Kuba verbracht.