Die Freiburger Polizei und Staatsanwaltschaft hat acht Personen verhaftet, die verdächtigt werden, vor zwei Wochen eine 18-jährige Frau nach dem Verlassen einer Diskothek im Norden von Freiburg vergewaltigt zu haben. Darunter befanden sich laut «Badische Zeitung» sieben Syrer zwischen 19 und 29 Jahren, die überwiegend in Asylunterkünften wohnen. Die achte Person ist ein 25-jähriger Deutscher.

Laut einer Medienmitteilung der Polizei hat eine DNA-Spur, die am Opfer gesichert werden konnte, zu einem Treffer in einer DNA-Analyse-Datei des Landeskriminalamts geführt. Der 19-jährige Syrer konnte am Samstag vor einer Woche in einer Flüchtlingsunterkunft in Freiburg festgenommen werden. Die 13-köpfige Ermittlungsgruppe «Club» der Kriminalpolizei nahm bis, Donnerstag, sukzessive die weiteren Tatverdächtigen fest. Fast alle der Tatverdächtigen seien bereits, unter anderem durch Körperverletzungsdelikte, bei der Polizei auffällig geworden. Die Beteiligung weiterer Personen könne nicht ausgeschlossen werden.

Die 18-Jährige hatte die Diskothek nach dem Besuch einer Technoparty gegen Mitternacht mit einem Mann verlassen, der ihr vorher ein Getränk mit K. O.-Tropfen oder berauschenden Substanzen gegeben hatte. In einem Gebüsch in der Nähe des Eingangs soll es zu einem ersten sexuellen Übergriff durch den unbekannten Begleiter gekommen sein. Nach diesem sollen weitere Täter die inzwischen wehrlose Frau vergewaltigt haben. Diese erstattete am Sonntag darauf Anzeige.